Als Kinder waren wir von Natur aus darauf ausgerichtet, die Welt zu erkunden, Erfahrungen zu sammeln, Neues zu lernen und Freude sowie Glück zu empfinden. Kein Kind kümmert sich darum, was ein Gott von ihm verlangt, welche Religion die richtige ist, welchen Autoritäten es folgen soll, welche Partei es wählen würde oder wer als Nächstes Bundeskanzler wird. Für Kinder haben diese Konstrukte keine Bedeutung, weil sie nicht Teil ihrer Natur sind.
Im Laufe der Zeit übernehmen wir von außen künstliche Systeme wie Religionen, politische Überzeugungen, Dogmen und Ideologien. Sie sind uns nicht angeboren und auch kein natürlicher Teil unseres Wesens, sondern werden uns von Eltern, durch kulturelle Prägung oder durch Manipulation auferlegt. Diese künstlich geschaffenen Konstrukte spalten Menschen und dienen dazu, Kontrolle über sie auszuüben.
Im Laufe der Jahre reifen nicht nur unser Körper, sondern auch unser inneres Wesen, was ein natürlicher Reifeprozess ist. Doch seit Jahrhunderten versuchen Herrschaftsstrukturen, diesen Prozess so weit wie möglich einzuschränken, weil ein gereifter Mensch früher oder später selbstbestimmt und unkontrollierbar wird und sich selbst gehört. Ein gereifter Mensch bringt Freiheit, Unabhängigkeit und Eigenverantwortung mit sich, und genau das ist dem System ein Dorn im Auge.
Deshalb ist es so wichtig, wieder zu dem Zustand zurückzufinden, in dem unser Fokus noch auf uns selbst, unsere Mitmenschen und die Welt um uns herum gerichtet war, bevor wir von äußeren Einflüssen geprägt wurden. In manchen Bereichen können Erwachsene von Kindern mehr lernen als Kinder von Erwachsenen. Wenn wir uns selbst aufgeben und andere für uns denken, bestimmen und handeln lassen, werden wir zu nichts weiter als Maschinen, die zwar funktionieren, dabei aber weit davon entfernt sind, was es wirklich bedeutet, Mensch zu sein.
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